Mit dem Wachstum stieg auch der Bedarf an verlässlicher Unterstützung. Bei der WKV-Veranstaltung „Topf sucht Deckel“ lernte das Startup das Betriebsservice Vorarlberg kennen. Dort schilderte Julia ihren Bedarf an einer flexiblen, zuverlässigen Person, die frühmorgens Jausenboxen zustellt, in der Küche mitarbeitet und bei Catering-Aufträgen unterstützt. Gemeinsam wurden Fördermöglichkeiten besprochen und die Stelle anschließend in der NEBA-Datenbank veröffentlicht. Als Helen Kofler von der dafür-Arbeitsassistenz die Ausschreibung sah, wusste sie sofort: „Ich kenne jemanden, der so früh aufsteht – das ist Daniel.“
Daniel lebt mit einer Beeinträchtigung, die seine körperliche Belastbarkeit und Bewegungsabläufe beeinflusst, und wird daher von der Arbeitsassistenz begleitet. Sie unterstützt ihn dabei, passende Arbeitsbedingungen zu finden und mit Betrieben abzuklären, welche Rahmenfaktoren seine Teilhabe erleichtern. Das Betriebsservice ergänzt dies, indem es Unternehmen zu Förderungen und inklusiver Beschäftigung berät und so den Weg für eine geeignete Stelle öffnet.
Regelmäßige Bewegung stärkt Daniels Mobilität, weshalb er im Sommer oft schon früh wandern, radeln oder schwimmen geht. Sein natürlicher früher Rhythmus sowie seine freundliche und zuverlässige Art machten ihn zum idealen Kandidaten. Bereits im ersten Telefonat spürten beide Seiten, dass es passen könnte. Eine kurze Arbeitserprobung bestätigte diesen Eindruck. „Daniel ist offen, herzlich und unglaublich hilfsbereit“, erzählt Julia. „Unsere Kundschaft liebt ihn als Zusteller.“ Daniel selbst genießt die Freiheit im Arbeitsalltag: „Es gibt grobe Leitplanken – aber ich darf mitgestalten. Das macht Spaß.“
Sein Arbeitstag beginnt um 04:30 Uhr, der Wecker klingelt um 03:15 Uhr. Für ihn ideal: „Ich bewege mich viel, bin früh fertig und habe danach Zeit. Das tut mir gut.“ Dank der guten Vorbereitung durch Betriebsservice und Arbeitsassistenz verlief die Einstellung reibungslos. Rechtliche Fragen wurden geklärt, Förderungen organisiert und ein langfristiges Arbeitsverhältnis geschaffen. Helen Kofler blieb als Arbeitsassistentin weiterhin unterstützend im Hintergrund – Rückhalt, der für beide Seiten Sicherheit schafft.