Jugendcoaching – Begleitung von der Schule zur Ausbildung

Das „dafür – Jugendcoaching“ unterstützt und begleitet Jugendliche am Übergang von der Schule in die Ausbildung. Ab dem 9. Schulbesuchsjahr können Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Beeinträchtigungen oder sonstigen schwierigen Themen freiwillig am „dafür- Jugendcoaching“ teilnehmen.  Ob es um Berufsorientierung, Hilfestellung bei der Schnupperstellensuche oder das gemeinsame Finden von Lösungswegen geht – dein Jugendcoach unterstützt dich genau da, wo du es gerade brauchst!
Annalena (Name wurde geändert) besucht das Pädagogische Förderzentrum Feldkirch. Ab und an hat sie Schwierigkeiten beim Lernen und benötigt manchmal ein bisschen mehr Zeit um etwas zu verstehen oder umzusetzen. Aufgrund ihrer fröhlichen und herzlichen Art ist sie bei ihren Mitschüler*innen und Lehrer*innen stets gerne gesehen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem Annalena nicht gut gelaunt ist. Mit ihrer positiven Ausstrahlung steckt sie ihr Gegenüber stets an.
 
Im Herbst 2017 darf ich Annalena bei einem Erstgespräch in der Schule kennenlernen. Sie ist dem Jugendcoaching gegenüber sehr offen und freut sich über die Unterstützung bei der Lehrstellensuche.
 
Im Laufe des Schuljahres stellt sich heraus, dass Annalena noch ein weiteres Schuljahr absolvieren wird. Dies wird ihr so auch von allen Seiten empfohlen. Sie will dadurch mehr Zeit gewinnen um den richtigen Ausbildungsplatz zu finden. Annalena nutzt das laufende Schuljahr um verschiedene Schnuppererfahrungen zu sammeln – unter anderem als Floristin und als Einzelhandelskauffrau. Auch handwerkliche und kreative Berufe im Integrativen Ausbildungszentrum Vorarlberg erprobt sie. Ihrem Jugendcoach berichtet sie immer sehr ausführlich über den Ablauf des Schnupperns. Gemeinsam wird über Verbesserungspotenzial nachgedacht in Bezug auf Verhaltensregeln beim Schnuppern und vieles mehr. Wir erstellen eine Bewerbungsmappe, die Annalena nach dem Schnuppern abgibt.
 
Im neuen Schuljahr 2018/2019 darf ich das Jugendcoaching mit Annalena in der Berufsvorbereitungsklasse am Pädagogischen Förderzentrum Feldkirch weiterführen. Da dies jetzt das freiwillige 10. Schuljahr von Annalena ist, legen wir das Hauptaugenmerk ganz klar auf die Lehrstellensuche. Ein wichtiges Thema wird es sein, dass Annalena ihre persönlichen Stärken und Schwächen gut kennenlernt, um sie mit ihren Interessen und Wünschen bestmöglich in Verbindung zu bringen. Dazu nimmt sie an der Stärken-Schwächen Analyse – durchgeführt von Psycholog*innen der Firma dafür – teil. Es stellt sich heraus, dass eine Teilqualifikation genau die richtige Ausbildungsform für Annalena wäre. Bei der Teilqualifikation werden Jugendliche von Fächern, die für die praktische Ausübung eines Berufes nicht unbedingt erforderlich sind, in der Berufsschule befreit. Somit kann sich Annalena während ihrer Ausbildung auf das Wesentliche konzentrieren. Die Möglichkeit, ihre Ausbildung in dieser Form zu absolvieren, nimmt ihr die Angst vor der Berufsschule und dem Lernen und sie kann sich voll und ganz auf ihre Ausbildung freuen.
 
Annalena bekommt stets positive Schnupperrückmeldungen. Trotzdem muss sie lernen auch mit Rückschlägen aufgrund von Absagen umzugehen. Sie lässt den Kopf dennoch nicht hängen. Schlussendlich bekommt Annalena eine Zusage vom Integrativen Ausbildungszentrum, wo sie nun ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau starten darf! Die Freude über den Ausbildungsplatz ist groß und Annalena hat bereits Pläne, wo sie nach der Lehrausbildung arbeiten möchte.
 
Unsere Erfolge zusammengefasst
 
- berufliche Orientierung und Beziehungsaufbau 
- Unterstützung bei der Suche nach Schnupperstellen
- Kennenlernen von eigenen Interessen, Stärken und Schwächen
- erfolgreicher Übertritt in eine Ausbildung mit Unterstützung

Aktuelles

Hier finden Sie weitere Neuigkeiten und aktuelle Informationen