»Meine Chance für die Zukunft«

 

Warum Jugendcoaching?

Die Entscheidung über den weiteren Bildungs- und Berufsweg ist für Jugendliche und ihre Erziehungsberechtigten eine große Herausforderung. Gerade in dieser schwierigen Phase bietet das Jugendcoaching eine professionelle Beratung und Hilfestellung.

Das Jugendcoaching ist ein freiwilliges und kostenloses Angebot des Sozialministeriumservice, das Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben unterstützt und Orientierungshilfe leistet. Gemeinsam werden weitere Ausbildungsmöglichkeiten erörtert und nach einem individuellen Weg für den jeweiligen Jugendlichen gesucht.

 

Fragen, die im Jugendcoaching beantwortet werden könnten, wären:

Was gibt es für Möglichkeiten nach der Schulzeit?
Welche Probleme sind zur Zeit vorhanden und bei welchen kann mich das Jugendcoaching unterstützen?
Wo führt mich mein weiterer Weg hin?

Ziel des Jugendcoaching ist es, frühzeitige Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Es soll auch einen erfolgreichen Übertritt in das zukünftige Berufsleben ermöglichen. Aber auch auf die Stabilisierung der Persönlichkeit von Jugendlichen wird ein Augenmerk gelegt. Nicht nur das Thema Beruf wird behandelt. Ebenfalls könnte ein weiterer Schulbesuch, eine Qualifizierungsmaßnahme oder ein festes Arbeitsverhältnis als Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Die Angebotspalette ist breit und soll auch in vollem Umfang genützt werden können. Mit Hilfe des Jugendcoaching soll eine Vernetzung von Familie, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen und Wirtschaft stattfinden. Dadurch kann jene Unterstützung zum Tragen kommen, die Jugendliche in dieser zeitlichen Übergangsphase benötigen, um eine erfolgreiche persönliche Zukunftsplanung umsetzen zu können.

… damit die Bildungs- und Ausbildungschancen erhöht werden

Jugendcoaching Details

 

Jugendcoaching richtet sich an ...

m1

  • Jugendliche ab dem individuellen 9. Schuljahr
  • (schul-)abbruchsgefährdete Jugendliche unter 19 Jahren
  • Jugendliche mit Beeinträchtigung (körperlich, kognitiv, psychisch, sozial-emotional- oder Sinnesbeeinträchtigung) oder sonderpädagogischem Förderbedarf unter 24 Jahren
  Besondere Unterstützung erhalten Jugendliche, die gefährdet sind, die Schule abzubrechen, keinen Abschluss auf der Sekundarstufe I oder II erlangen zu können und/oder Unterstützung bei der Lehrstellensuche bzw. beim direkten Berufseintritt durch Übergabe an die zuständigen Stellen (z.B. AMS, Jugendarbeitsassistenz, …) benötigen.

... für Jugendliche zwischen dem 15. und 24. Lebensjahr

wie_laeuft_jugendcoaching_ab Beratungsstufe 1

  • Erstgespräch und Situationsabklärung
Beratungsstufe 2
  • Vertiefende Abklärung und Erarbeitung der Wünsche und Bedürfnisse des Jugendlichen
  • Berufsorientierung und Unterstützung bei der Entscheidungsfindung (bis zu 3 Monate)
Beratungsstufe 3
  • Vertiefende Abklärung der Problemlagen, die über schulische Defizite und Orientierungslosigkeit hinausgehen
  • Erarbeitung der Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen
  • Berufsorientierung und Organisation von Praktika
  • Stärken-Schwächen-Analyse und Erstellung eines Neigungs- und Fähigkeitenprofils
  • Einbeziehung des familiären und sozialen Umfelds
  • Begleitung im Sinne des Case-Managements (bis zu 1 Jahr)
Vorgesehen ist im Weiteren eine Nachbetreuung - auch ein Wiedereinstieg ins Jugendcoaching ist möglich. Den Schulen werden eigene Berater und Beraterinnen zugeteilt, die sowohl den Schüler und Schülerinnen als auch den Lehrpersonen und Eltern für alle Fragen zum Jugendcoaching zur Verfügung stehen und die Jugendlichen im Jugendcoaching begleiten.

Stärken - Schwächen - Analyse

Wir bieten im Rahmen des Jugendcoaching für Schüler und Schülerinnen eine Stärken-Schwächen-Analyse an. Diese Psychologische Diagnostik kann helfen, Entscheidungen zu treffen, indem durch die entsprechenden Verfahren (Leistungstests, Fragebögen, Anamnesegespräch) Informationen erhoben werden. Die Resultate sind als Hilfestellung gedacht, um Klarheit über eine mögliche weitere berufliche Entwicklung der Schüler und Schülerinnen zu erhalten und um die Berufsfindung anhand der individuellen Stärken zu gestalten. Die Teilnahme ist dabei selbstverständlich freiwillig und auch kostenfrei. Das Ziel ist es unter anderem Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Eigne ich mich für den angestrebten Beruf?
  • Brauche ich während der Ausbildung eine Form der Unterstützung?
  • Wenn ja, kann mir eine Form der Integrativen Berufsausbildung (Verlängerte Lehre oder Teilqualifikation) dabei helfen, den gewünschten Beruf zu erlernen?
  • Eigne ich mich für den Mittelschulabschluss?
  • Wo liegen meine Stärken, wo liegen meine Grenzen?
  • Welches sind meine Stärken, die auch für das Berufsleben wichtig sind?
Mit Hilfe der psychologischen Diagnostik können Vorschläge erarbeitet werden und Empfehlungen für den weiteren Ausbildungsweg gegeben werden. Für die Teilnahme an einer Form der Integrativen stellt die diagnostische Abklärung auch eine Voraussetzung dar. Die Empfehlungen sind nicht bindend, die Ergebnisse werden vertraulich behandelt und Sie erhalten sie in Form eines schriftlichen Berichts.

m2 Jugendliche mit niedrigen Qualifikationen sind von Arbeitslosigkeit bedroht. Damit sind sie auch gefährdet, an den Rand der Gesellschaft gedrängt bzw. ausgegrenzt zu werden. Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten spielt daher im Jugendcoaching eine große Rolle.
Eine weitere wesentliche Partnerin ist die Schule. Lehrpersonen haben einen unmittelbaren und sehr engen Kontakt zu den Jugendlichen. Dadurch sind sie in der Lage, Jugendliche mit schwachen Lernleistungen oder vermehrtem Fernbleiben vom Unterricht, was ein Zeichen von Überforderung sein kann, namhaft zu machen. Nachdem die Jugendlichen durch die Schule für das Jugendcoaching gemeldet wurden, müssen alle Beteiligten, also die Jugendlichen, aber auch die Erziehungsberechtigten und die Berater und Beraterinnen im Jugendcoaching, durch Unterschreiben einer Zielvereinbarung ihre Zustimmung zur Zusammenarbeit und einer eventuell notwendigen Weitergabe von persönlichen Daten geben.
Im Sinne einer Partnerschaft ist während des gesamten Jugendcoaching der Kontakt zu den Erziehungsberechtigten und der Schule aufrechtzuerhalten und positiv weiterzuentwickeln.
Sollte nach einer Abklärung der Situation als nächster Schritt für die Jugendlichen nicht die weitere Schullaufbahn, sondern ein Übertritt ins Berufsleben stattfinden, kommt unser Angebot der Jugendarbeitsassistenz zum tragen. Im weiteren zählen das Arbeitsmarktservice, externe Beratungs- und Betreuungseinrichtungen, Ausbildungsstellen sowie Wirtschaftsbetriebe zu unseren Partner und Partnerinnen.

… Erziehungsberechtigte, Schule und Betriebe

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